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Rundschreiben Nr. 2/2020

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde...

…das Datum der Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren war Anlass zu einer Vielzahl von großen – und damit sehr medienwirksamen – Gedenkveranstaltungen bei uns in Deutschland, aber auch in Polen und insbesondere im israelischen Yad Vashem. Bei einer großen Zahl regionaler Veranstaltungen überall  im Land wurde oft auf  Einzelschicksale dieser Schreckenszeit Bezug genommen und gleichzeitig der Blick auf den sich weiter ausbreitenden Antisemitismus/Antijudaismus und Rechtsextremismus gerichtet.
Hier sehen wir uns als christlich-jüdische Gesellschaft in besonderer Weise gefordert, neben anderen Initiativen. – Leider hat der Hessische Landtag mit dem gerade beschlossenen neuen Haushaltsplan hier kein für uns positives Zeichen gesetzt, weil die unseren 15 hessischen Gesellschaften gewährten Fördermittel auch in diesem Jahr immer noch nicht den fortschreitenden gesellschaftlichen Erfordernissen und Kostenentwicklungen angepasst wurden.
Wir bemühen uns trotzdem. Das zeigt auch der Rückblick auf die Veranstaltungen der vergangenen Wochen und Hinweise auf und Einladung zu den Angeboten der nächsten Wochen. 

Sehr eindrücklich war der Vortrag des Gudensberger Historikers  Dr. Dieter Vaupel am 28. Januar über
Auschwitz und die KZ-Überlebende Blanka Pudler. Den von ihm dazu erstellten Film können Sie sich unter dem folgenden Link ansehen
https://www.mediathek-hessen.de/medienview_20879_Dieter-Vaupel-OK-Kassel-Auf-einem-fremden-unbewohnbaren-Planeten.html

In der Anlage finden Sie einen Bericht zur Eröffnung der Dauerausstellung in der Bad Hersfelder Konrad-Duden-Schule (KDS) mit Materialien des umfänglichen Projektes unseres Vorstandsmitglieds Dr. Heinrich Nuhn
               „ U n s e r e   N a c h b a r n “.
Eine besondere Gedenktafel zeigt, wie viele Juden in diesem Gebäude ihre Schulbildung erhielten.

In der HNA berichtete Ute Janßen vom Imshäuser Gespräch  mit Juna Grossmann über
„ Alltäglichen A n t i s e m i t i s m u s “.
Der   R h i n a -Film
„Jetzt – nach so viel Jahren“, wurde
am 27. 1. in der voll besetzten Aula der Bad Hersfelder Modellschule Obersberg gezeigt – und er fand am 30. Januar in Obersuhl ebenfalls großen Zuspruch.

Am 18. Februar um 19.3o Uhr wollen wir uns im Altenzentrum Hospital in Bad Hersfeld erneut mit dem Thema                
 A u s c h w i t z           beschäftigen.
Dr. Ulrich Schneider hat dazu ein neues Buch herausgebracht:
„…Es bietet eine kompakte Einführung in die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und in die juristische Aufarbeitung dieses Menschheitsverbrechens. Dabei kommen die Überlebenden selbst vielfältig zu Wort“.
Ulrich Schneider ist Historiker, Generalsekretär der Internat. Föderation der Widerstanskämpfer sowie Sprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes…

Unsere Jahresmitgliederversammlung findet am Dienstag, dem 31. März um 19.3o Uhr statt. Dazu erhalten unsere Mitglieder noch eine gesonderte Einladung.

Ich grüße Sie mit SHALOM      Werner Schnitzlein

 

Hier die Übersicht unserer nächsten Veranstaltungen und die unserer Kooperationspartner.
Mehr Informationen finden Sie weiter unten.

 

T e r m i n e                             Febr. - Mai 2020

  9. 2.   15 Uhr „Spil she mir a lidele in Jiddisch”
                                                               Konzert im Herrenhaus Imshausen
18. 2.   19.3o Uhr Dr. Schneider: Auschwitz
                        Altenzentrum Hospital, Bad Hersfeld
  5. 3.  19 Uhr „Desintegriert euch“ Autorenlesung
                        Dr. Max Czollek Synagode Felsberg
  8. März  in Dresden:  Eröffnung der
         „Woche der Brüderlichkeit 2020“
14. 3.  Fahrt zur Bildungsstätte Anne Frank in    
                           Frankfurt
25. 3.  19 Uhr Judentum und christl.-jüd. Dialog
            Gemeindehaus Martinskirche Bad Hersfeld
31. 3. 19.3o Uhr Jahreshauptversammlung HEF
                       Altenzentrum Hospital, Bad Hersfeld
24. 4. 19.3o „Mod Helmy“ Buch von Igdal Avidan
                    Ein arab. Arzt rettete Berliner Juden
                      Altenzentrum Hospital, Bad Hersfeld
30. 4. 19 Uhr  Der „Tanz in den Mai“ – mal anders  
           Konzert: amerik.Songwriting Synagoge Felsberg
 4.  5.  13 Uhr Russ. Friedhöfe und Zwangsarbeit
                            in Herleshausen und Untersuhl

 

Ergänzungen zu unserem Rundschreiben 02/2020

Unser Pressespiegel:

https://www.christenjuden.de/presse/presse_index.html  Falls Sie die Möglichkeit haben, schauen Sie einmal dort hinein.

 

8. März                   Eröffnung der
„Woche der Brüderlichkeit 2020“ in  D r e s d e n
Bundeskanzlerin A. Merkel soll dort mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet werden.

Das ZDF bringt am 8. 3. gegen 23.5o Uhr eine Zusammenfassung der Veranstaltung

Das Motto der WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT

„Tu deinen Mund auf: für die Anderen
Dazu liegt uns das umfangreiche Themenheft vor.
Sie können es für € 5,-- bei uns bestellen. - - -
Zusätzlich kann ein Arbeitsheft mit Impulsen für „Schule und Gemeinde“ geliefert werden.

Aus dem jüdischen Kalender:

10.2. Tu Bischwat      10.3. Purim      9.-16.4. Pessach
21.4. Israelischer Holocaust-Gedenktag

Sofern Sie uns einen Lastschriftauftrag erteilt haben, werden Ihre Mitgliedsbeiträge von Ihrem Konto abgerufen. Der Abruf kann sich verzögern, denn es gab
techn. Probleme mit dem Programm der Sparkasse.

Alle anderen Mitglieder bitten wir, ihre Jahresbeiträge zeitnah auf das u.a. Konto an uns zu überweisen. Gern nehmen wir auch zusätzliche Spenden für unsere Arbeit/Projekte entgegen.

 

Hessen gegen Hetze… 
Im Kampf gegen Hetze und Hass im Internet setzt die Landesregierung noch mehr auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Die staatliche Meldestelle, bei der sich jede und jeder mit Texten oder Fotos aus dem Netz an Experten zur Prüfung wenden kann, wurde offiziell von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden freigeschaltet.                     Per Onlineformular, E-Mail oder über eine Telefon-Hotline können sich die Bürger nun unter hessengegenhetze.de bei Vorkommnissen melden. Bouffier betonte, eine breite gesellschaftliche Unterstützung sei nötig. Nach seiner Erkenntnis sei es das erste Mal in Deutschland, dass ein solches Meldeportal eingerichtet wurde: "Das ist keine Eintagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein."

https://www.hessen.de/sites/default/files/media/staatskanzlei/aktionsprogramm_hessen_gegen_hetze_.pdf

Eine  andere Meldeplattform ist RechtsEX@bfv.bund.de

 

Oder: www.hessenschauthin.de

Meldestelle für rechte & rassistische Vorfälle
Unsere Beratungsstelle response dokumentiert mit der online-Meldestelle hessenschauthin.de rechte und rassistische Gewalt in Hessen. Gemeldet werden können nicht nur strafrechtlich relevante Fälle, sondern auch Mikroaggressionen. Ziel ist es, rechte Gewalt in Hessen sichtbar zu machen.

 

Für den 14. März bieten wir gemeinsam mit dem Bündnis bunt statt braun eine Fahrt nach Frankfurt an zum
Besuch der Bildungsstätte Anne Frank


Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen

Alle kennen Anne Frank – aber nur wenige wissen, dass sie aus Frankfurt kommt. Im Stadtteil Dornbusch, in dem Anne aufgewachsen ist, finden Sie uns.
Was können wir heute noch aus der Vergangenheit lernen? Wie handeln wir im Hier und Jetzt, wenn uns Rassismus begegnet? Wie gestalten wir die Gesellschaft, in der wir in Zukunft leben wollen – und in der alle einen Platz haben? Das sind Fragen, zu denen wir arbeiten.
Wir bieten ein vielseitiges Angebot für alle: Für Jugendliche, Schüler*innen und junge Erwachsene bieten wir Workshops zu unterschiedlichen Schwerpunkten, die sie für eine aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft stärken sollen.
Fachkräfte können unsere Fortbildungen buchen, in denen sie sich einen qualifizierten Umgang mit rassistischen, antisemitischen oder diskriminierenden Handlungen und Äußerungen erarbeiten.
Unser Beratungsangebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte sowie Betroffene rechter und rassistischer Gewalt sowie von Diskriminierung.
Unser Mobiles Lernlabor „Mensch, Du hast Recht(e)!“ tourt seit einiger Zeit durch Hessen. Zudem erwartet Sie ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Vorträgen oder Filmvorführungen.

Falls Sie Interesse haben, lassen Sie es mich bitte wissen.

Informationen zur WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT  über

https://www.deutscher-koordinierungsrat.de/dkr-wdb-aktuell-service-2020

 

Freitag, 08. Mai 2020, 19.00 Uhr | Imshäuser Gespräch
Israel und Palästina

Gespräch mit
Dr. Mirjam Wenzel
Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt
Herrenhaus im Trottenpark Imshausen

 

 

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